Artikel mit den Tags: Klarheit

15 März 2022

Vom Wissensnetz zur Gliederung

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Vom assoziativen Wissensnetz ...
„Aber es hängt doch alles mit allem zusammen!“
Vom assoziativen Wissensnetz zur linearen Struktur

Vielleicht stecken Sie gerade in der Schreibphase Ihrer Dissertation und stehen an folgenden Punkt: Sie haben ein großes Netz aus Forschung, Wissen, Ergebnissen und Erkenntnissen geknüpft, in dem alle Aspekte miteinander verbunden sind. Dieses Netz könnten Sie auch wunderbar visuell darstellen: als eine große Landkarte, Mind Map, ein Spinnennetz oder einen Sternenhimmel. Und nun stehen Sie vor der Herausforderung, dieses Netz in eine – irgendwie künstlich filetierte – lineare Struktur zu überführen.

Zugegeben ein Problem, das vor allem Promovierende der qualitativ arbeitenden Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften haben.

07 Dezember 2021

Schreibend das Jahr verabschieden

Posted in Wissenschaftliches Schreiben, Schreiben im Beruf, Kreatives Schreiben

Was konntest du dieses Jahr sortieren?
Schreibend das Jahr verabschieden

Die Zeit zwischen den Jahren ist für mich eine ganz besondere Zeit. Ich genieße die Ruhe, blicke zurück auf das vergangene Jahr und träume in das neue Jahr. Und was würde sich hierfür besser anbieten, als den Stift in die Hand zu nehmen und das alte Jahr schreibend zu verabschieden?

In diesem Beitrag schenke ich dir einen Schreibimpuls aus dem Schreibrausch – dem Workshop, den es immer zwischen den Jahren im Schreibraum Münster gibt. Du kannst dir Zeit für dich nehmen und allein schreiben. Vielleicht möchtest du dich auch mit anderen verabreden und gemeinsam mit ihnen schreiben. Vielleicht möchtest du das Schreiben mit Skizzen, Illustrationen, Zeichnungen verbinden. Du kannst eine halbe Stunde schreiben oder zwei Stunden – entscheide selbst, wonach dir ist. Und wie immer gilt: Es gibt kein Richtig oder Falsch – schreibe, ohne dich zu zensieren, und folge dem Weg, den dein Stift gehen möchte.

18 August 2021

Schreibgipfel erklimmen

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Blick vom vorderen auf das mittlere (rechts) und hintere (links) Hörnle, dahinter die Alpen
Schreibgipfel erklimmen.
Was die drei Hörnle mit den eigenen Schreibzielen zu tun haben

Manche Schreibimpulse entstehen einfach so in der Natur und in Bewegung. Dieser „Hörnle-Impuls“ für Schreibziele und andere Ziele lag im Sommer bei einer Wanderung am Wegesrand und wollte mitgenommen werden.

Was war passiert?

29 März 2019

Ordnung und Chaos, freundlich vereint

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Ordnung und Chaos, freundlich vereint
„In jedem Chaos steckt eine unentdeckte Ordnung.“

Nur eine Ausrede oder ein freundlicher Blick auf das scheinbare Chaos? Gerade im wissenschaftlichen Schreiben oder anderem „ernsthaften“ Schreiben im Beruf sind die Vorstellungen davon, wie man „richtig“ schreibt und „richtig“ arbeitet, nach wie vor wirkmächtig – und können das Schreiben massiv blockieren. „Eigentlich habe ich damals alles falsch gemacht“, höre ich dann häufig von Kund*innen, wenn ich sie frage, wie sie bei bisherigen Schreibprojekten vorgegangen sind. Dabei haben sie nur einen anderen als den normativ vorgegebenen Weg gewählt – und waren damit nicht immer, aber häufig erfolgreich.

20 Dezember 2018

Schreibglück zum Jahresende

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Ich liebe die Zeit zwischen den Jahren. Endlich ist der Weihnachtstrubel vorbei, die Hütten auf den Weihnachtsmärkten sind abgebaut, es ist wieder Platz in der Stadt. Ich kann durch die Innenstadt schlendern – ohne gereizte Last-minute-Geschenke-Hektiker, verirrte Touristen und blinkende Zipfelmützen.

Es ist für mich die Zeit, in der ich zurückblicke, mich erinnere, sortiere und gedanklich ausmiste. Und dann in das frische Jahr blicke und überlege, was es mir so bringen wird. Eine meiner Lieblingsschreibübungen hierfür durfte ich auf dem Netzwerkblog veröffentlichen.

Lest selbst, probiert sie aus und gebt mir gerne ein Feedback:

https://www.der-netzwerk-blog.de/schreibglueck/

21 März 2018

Texte überarbeiten mit der Quietsch-Ente

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Als ich neulich einen Workshop an der TU Dortmund zum „Schreiben lehren in den MINT-Fächern“ moderierte, erfuhr ich von einem der Teilnehmer, einem Informatiker, von einer witzigen Methode in der Programmentwicklung: rubber duck debugging, zu deutsch so viel wie Quietsch-Enten-Fehlersuche. Man besorgt sich eine Quietsch-Ente und erklärt ihr Schritt für Schritt den Programmcode, bis man merkt, an welcher Stelle das Programm etwas anderes tut, als es tun sollte. Das Schöne: Die Ente ist jederzeit ansprechbar, ohne sich gestört zu fühlen, gibt keine dummen Ratschläge, macht sich nicht über Fehler lustig, mischt sich nicht unnötig ein und hört einfach ungerührt zu (weiteres dazu unter: https://rubberduckdebugging.com/).

Selbstversuch

Die Methode könnte sich auch wunderbar zur Überarbeitung von Texten eignen, dachte ich mir, habe mir eine Quietsch-Ente besorgt und den Selbstversuch gemacht.

11 Dezember 2017

Das Schreiben vor dem Schreiben

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Das Schreiben vor dem Schreiben

„Ich muss erst noch klären, was der Inhalt ist, für wen ich schreibe und wie ich das ganze aufbaue – dann komme ich in den Schreibworkshop.“

Solche Aussagen begegnen mir recht häufig, wenn ich mich als Schreibtrainerin vorstelle. Dahinter steckt die Vorstellung, Schreiben sei vor allem ein Aufschreiben fertiger Gedanken, die man sich vorher im Kopf zurechtgelegt hat.