Artikel mit den Tags: Selbstcoaching

13 Dezember 2019

Grünes Licht für Ihre Schreibprojekte

Posted in Wissenschaftliches Schreiben

Foto: pixabay.com, Bernd Marczak, Berlin
Ein Gastbeitrag von Dr. Andrea Klein – Dozentin, Coach und Autorin mit dem thematischen Fokus auf wissenschaftliches Arbeiten
Ausgebremst?

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie sich selbst helfen können, wenn die Lehrveranstaltungen Sie beim Schreiben Ihrer wissenschaftlichen Arbeiten eher ausbremsen, als dass sie Ihnen weiterhelfen.

Welche Erfahrungen machen Studierende in nicht schreibförderlichen Settings?

  • Sie kennen das Ziel ihres Schreibens nicht.
    Weder wissen die Studierenden, warum sie eigentlich überhaupt schreiben sollen, noch kennen sie die genauen Anforderungen. Wenn sie sie kennen, verstehen sie sie oft nicht. Die Studierenden tappen im Dunkeln und schreiben vor sich hin. Oder sie schreiben eben auch nicht vor sich hin, denn oftmals führen solche unklaren Ausgangslagen zu einem Schreibstopp.
  • Die Schreibaufgabe ist ungeeignet.
    Oftmals werden „zu große“ und/oder nicht sinnvolle Aufgaben gestellt. Es handelt sich bei diesen Aufgaben mehr um Themen („Überschriften“) denn um Fragen, und beim Formulieren der Frage tun sich viele Studierende sehr schwer. Sehr schwer! Besser würde das Schreiben wohl mit situierten Aufgaben gelingen, die mit Herausforderungen aus dem anvisierten Berufsfeld verknüpft sind.
  • Feedback ist kein Teil des Lernprozesses.
    Je nach Ausgestaltung eines Studiengangs ist Feedback überhaupt nicht vorgesehen oder findet nur statt, wenn sich die Lehrperson sehr engagiert. Die Studierenden erhalten im schlechtesten Fall nur summatives Feedback, also bewertendes Feedback nach der Abgabe und leiten dann aus der Note ab, wie ok die Arbeit war. Formatives Feedback, also Feedback im Prozess, wird – wenn überhaupt – spät gegeben. Oft haben die Studierenden in der Zwischenzeit bereits weitere Arbeiten geschrieben und ihre Fehler wiederholt.

In der Summe resultiert aus den genannten Umständen oft eine fatalistische Haltung: „Ich weiß gar nicht, wie ich das schaffen soll. So eine Qual! Das wird nie was!“

23 August 2019

Abschlusskrisen

Posted in Wissenschaftliches Schreiben

Nach dem Vorlesen gibt es immer erstmal tosenden Applaus.
Die Abschlusskrise bei einer Dissertation

Eigentlich ist die Dissertation schon fast fertig. Eigentlich. Fast. Und dieses „eigentlich“ und „fast“ zieht sich schon viel zu lange hin, belastet enorm, wirkt sich irgendwann auf alle anderen Lebensbereiche und -planungen aus. Es ist, als würde jemand die Pausentaste gedrückt halten, so dass es weder vor noch zurück geht.

27 Juni 2019

Verschwenderisch schreiben!

Posted in Kreatives Schreiben

Nach dem Vorlesen gibt es immer erstmal tosenden Applaus.
Verschwenderisch schreiben!

Ich hatte mal ein Büro im vierten Stock, von dem aus ich eine uralte Kastanie bestaunen konnte. Im Frühjahr trieb sie aus, an jedem Ast standen die dichten Kerzen mit ihren unzähligen kleinen rosa Blüten. Nur aus einem Bruchteil der Blüten wurden hellgrüne stachelige Knospen, so groß wie Murmeln, und von denen fegte der Wind auch noch den größten Teil von den Ästen. Im Herbst war oft nur noch eine einzige dicke Kastanienfrucht von einer ganzen Kerze übriggeblieben. Wenn sie sich vom Ast löste und gut umhüllt auf den Asphalt unten aufschlug, kullerte eine dunkel glänzende, wunderschöne Kastanie heraus. Wenn ich sie dann aufsammelte und auf meinen Schreibtisch legte, dachte ich oft: Was ist die Natur doch verschwenderisch, so viele Blüten zu bilden – und alles nur für die eine Frucht, die bis zum Ende durchhält?

29 März 2019

Ordnung und Chaos, freundlich vereint

Posted in Wissenschaftliches Schreiben, Schreiben im Beruf

Nach dem Vorlesen gibt es immer erstmal tosenden Applaus.
„In jedem Chaos steckt eine unentdeckte Ordnung.“

Nur eine Ausrede oder ein freundlicher Blick auf das scheinbare Chaos? Gerade im wissenschaftlichen Schreiben oder anderem „ernsthaften“ Schreiben im Beruf sind die Vorstellungen davon, wie man „richtig“ schreibt und „richtig“ arbeitet, nach wie vor wirkmächtig – und können das Schreiben massiv blockieren. „Eigentlich habe ich damals alles falsch gemacht“, höre ich dann häufig von Kund*innen, wenn ich sie frage, wie sie bei bisherigen Schreibprojekten vorgegangen sind. Dabei haben sie nur einen anderen als den normativ vorgegebenen Weg gewählt – und waren damit nicht immer, aber häufig erfolgreich.

20 Dezember 2018

Schreibglück zum Jahresende

Posted in Wissenschaftliches Schreiben, Schreiben im Beruf, Kreatives Schreiben

Ich liebe die Zeit zwischen den Jahren. Endlich ist der Weihnachtstrubel vorbei, die Hütten auf den Weihnachtsmärkten sind abgebaut, es ist wieder Platz in der Stadt. Ich kann durch die Innenstadt schlendern – ohne gereizte Last-minute-Geschenke-Hektiker, verirrte Touristen und blinkende Zipfelmützen.

Es ist für mich die Zeit, in der ich zurückblicke, mich erinnere, sortiere und gedanklich ausmiste. Und dann in das frische Jahr blicke und überlege, was es mir so bringen wird. Eine meiner Lieblingsschreibübungen hierfür durfte ich auf dem Netzwerkblog veröffentlichen.

Lest selbst, probiert sie aus und gebt mir gerne ein Feedback:

https://www.der-netzwerk-blog.de/schreibglueck/