Artikel mit den Tags: Strukturieren

15 März 2022

Vom Wissensnetz zur Gliederung

Posted in Wissenschaftliches Schreiben

Vom assoziativen Wissensnetz ...
„Aber es hängt doch alles mit allem zusammen!“
Vom assoziativen Wissensnetz zur linearen Struktur

Vielleicht stecken Sie gerade in der Schreibphase Ihrer Dissertation und stehen an folgenden Punkt: Sie haben ein großes Netz aus Forschung, Wissen, Ergebnissen und Erkenntnissen geknüpft, in dem alle Aspekte miteinander verbunden sind. Dieses Netz könnten Sie auch wunderbar visuell darstellen: als eine große Landkarte, Mind Map, ein Spinnennetz oder einen Sternenhimmel. Und nun stehen Sie vor der Herausforderung, dieses Netz in eine – irgendwie künstlich filetierte – lineare Struktur zu überführen.

Zugegeben ein Problem, das vor allem Promovierende der qualitativ arbeitenden Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften haben.

21 März 2018

Texte überarbeiten mit der Quietsch-Ente

Posted in Wissenschaftliches Schreiben, Schreiben im Beruf

Als ich neulich einen Workshop an der TU Dortmund zum „Schreiben lehren in den MINT-Fächern“ moderierte, erfuhr ich von einem der Teilnehmer, einem Informatiker, von einer witzigen Methode in der Programmentwicklung: rubber duck debugging, zu deutsch so viel wie Quietsch-Enten-Fehlersuche. Man besorgt sich eine Quietsch-Ente und erklärt ihr Schritt für Schritt den Programmcode, bis man merkt, an welcher Stelle das Programm etwas anderes tut, als es tun sollte. Das Schöne: Die Ente ist jederzeit ansprechbar, ohne sich gestört zu fühlen, gibt keine dummen Ratschläge, macht sich nicht über Fehler lustig, mischt sich nicht unnötig ein und hört einfach ungerührt zu (weiteres dazu unter: https://rubberduckdebugging.com/).

Selbstversuch

Die Methode könnte sich auch wunderbar zur Überarbeitung von Texten eignen, dachte ich mir, habe mir eine Quietsch-Ente besorgt und den Selbstversuch gemacht.

11 Dezember 2017

Das Schreiben vor dem Schreiben

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Das Schreiben vor dem Schreiben

„Ich muss erst noch klären, was der Inhalt ist, für wen ich schreibe und wie ich das ganze aufbaue – dann komme ich in den Schreibworkshop.“

Solche Aussagen begegnen mir recht häufig, wenn ich mich als Schreibtrainerin vorstelle. Dahinter steckt die Vorstellung, Schreiben sei vor allem ein Aufschreiben fertiger Gedanken, die man sich vorher im Kopf zurechtgelegt hat.