Artikel mit den Tags: Klarheit

29 März 2019

Ordnung und Chaos, freundlich vereint

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Nach dem Vorlesen gibt es immer erstmal tosenden Applaus.
„In jedem Chaos steckt eine unentdeckte Ordnung.“

Nur eine Ausrede oder ein freundlicher Blick auf das scheinbare Chaos? Gerade im wissenschaftlichen Schreiben oder anderem „ernsthaften“ Schreiben im Beruf sind die Vorstellungen davon, wie man „richtig“ schreibt und „richtig“ arbeitet, nach wie vor wirkmächtig – und können das Schreiben massiv blockieren. „Eigentlich habe ich damals alles falsch gemacht“, höre ich dann häufig von Kund*innen, wenn ich sie frage, wie sie bei bisherigen Schreibprojekten vorgegangen sind. Dabei haben sie nur einen anderen als den normativ vorgegebenen Weg gewählt – und waren damit nicht immer, aber häufig erfolgreich.

20 Dezember 2018

Schreibglück zum Jahresende

Posted in Wissenschaftliches Schreiben, Schreiben im Beruf, Kreatives Schreiben

Ich liebe die Zeit zwischen den Jahren. Endlich ist der Weihnachtstrubel vorbei, die Hütten auf den Weihnachtsmärkten sind abgebaut, es ist wieder Platz in der Stadt. Ich kann durch die Innenstadt schlendern – ohne gereizte Last-minute-Geschenke-Hektiker, verirrte Touristen und blinkende Zipfelmützen.

Es ist für mich die Zeit, in der ich zurückblicke, mich erinnere, sortiere und gedanklich ausmiste. Und dann in das frische Jahr blicke und überlege, was es mir so bringen wird. Eine meiner Lieblingsschreibübungen hierfür durfte ich auf dem Netzwerkblog veröffentlichen.

Lest selbst, probiert sie aus und gebt mir gerne ein Feedback:

https://www.der-netzwerk-blog.de/schreibglueck/

21 März 2018

Texte überarbeiten mit der Quietsch-Ente

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Als ich neulich einen Workshop an der TU Dortmund zum „Schreiben lehren in den MINT-Fächern“ moderierte, erfuhr ich von einem der Teilnehmer, einem Informatiker, von einer witzigen Methode in der Programmentwicklung: rubber duck debugging, zu deutsch so viel wie Quietsch-Enten-Fehlersuche. Man besorgt sich eine Quietsch-Ente und erklärt ihr Schritt für Schritt den Programmcode, bis man merkt, an welcher Stelle das Programm etwas anderes tut, als es tun sollte. Das Schöne: Die Ente ist jederzeit ansprechbar, ohne sich gestört zu fühlen, gibt keine dummen Ratschläge, macht sich nicht über Fehler lustig, mischt sich nicht unnötig ein und hört einfach ungerührt zu (weiteres dazu unter: https://rubberduckdebugging.com/).

Selbstversuch

Die Methode könnte sich auch wunderbar zur Überarbeitung von Texten eignen, dachte ich mir, habe mir eine Quietsch-Ente besorgt und den Selbstversuch gemacht.

11 Dezember 2017

Das Schreiben vor dem Schreiben

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Das Schreiben vor dem Schreiben

„Ich muss erst noch klären, was der Inhalt ist, für wen ich schreibe und wie ich das ganze aufbaue – dann komme ich in den Schreibworkshop.“

Solche Aussagen begegnen mir recht häufig, wenn ich mich als Schreibtrainerin vorstelle. Dahinter steckt die Vorstellung, Schreiben sei vor allem ein Aufschreiben fertiger Gedanken, die man sich vorher im Kopf zurechtgelegt hat.