Über mich und meine Arbeitsweise

Schreiben bedeutet für mich, zu kommunizieren: mit mir selbst, mit anderen, über Dinge und Menschen, Prozesse und Diskurse. Dabei sehe ich viele Verbindungen zwischen dem wissenschaftlichen, dem beruflichen und dem kreativen Schreiben. Denn alle Texte dürfen neugierig machen, interessant und spannend geschrieben sein, bereichern und zu neuen Erkenntnissen führen. Und für alle Formen des Schreibens gilt, dass es anstrengend sein und ebenso richtig viel Spaß machen kann. Es kann befreien, die eigene Stimme stärken, es kann mit Stolz erfüllen und glücklich machen.

Deshalb habe ich das Schreiben und vor allem die Vermittlung des Schreibhandwerks zu meinem Beruf gemacht. Ich begleite Menschen dabei, die Freude und Leichtigkeit des Schreibens zu erfahren, Denkknoten zu lösen und das, was sie sagen möchten, auch zu Papier zu bringen. Hierfür schaffe ich einen Raum, in dem der innere Kritiker draußen bleiben muss, damit ein Freiraum für das eigene Schreiben entsteht und neue Gedanken, Ideen und Strategien wachsen dürfen. Denn Schreiben hat viel mit Selbstvertrauen in das eigene Schreiben und die eigene Stimme zu tun. Die Stärkung jeder einzelnen Person in ihrem Schreiben und als Schreibende ist für mich das Wichtigste an meiner Arbeit.

Das Handwerk der Schreibdidaktik habe ich am Schreiblabor der Universität Bielefeld in der Ausbildung „Schreiben lehren an der Hochschule“ gelernt und während meiner sechsjährigen Tätigkeit an einem universitären Schreibzentrum in der Praxis erprobt und weiterentwickelt. Hinzu kamen Weiterbildungen in der Hochschuldidaktik, in lösungsfokussierter Beratung sowie im Bereich des kreativen Schreibens. Seit April 2018 bin ich zertifizierte systemische Coachin (Systemische Gesellschaft) und nutze das Schreiben auch, um Menschen bei Klärungs- und Veränderungsprozessen zu begleiten.

Verschiedene Wege zum Schreiben sind mir durch die Publikation zahlreicher Artikel und meiner Doktorarbeit vertraut. 2008 bin ich an der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit einer Dissertation im Bereich der volkskundlich-historischen Armutsforschung mit summa cum laude promoviert worden. Die Arbeit entstand in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt „Alltag und Lebenswelt von heimatlosen Armen im 19. Jahrhundert in Westfalen“ (2006–2007). Zuvor habe ich in Münster Politikwissenschaft, Volkskunde/Europäische Ethnologie, Neuere und Neueste Geschichte und Ostslavistik studiert.

Um die Schreibdidaktik in Deutschland zu verstetigen, zu professionalisieren und als Teil einer akademischen Ausbildung zu verankern, entstand im Jahr 2013 die Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung e.V., zu deren Gründungsmitgliedern ich gehöre.

 

Kund*innen-Stimmen

« Eva-Maria Lerche war schon einige Male bei mir als Referentin zu Gast und ich schätze die ruhige, hoch-kompetente Art und Weise, mit der sie die Anwesenden mit Infos versorgt und durch Coaching-Methoden und Schreib-Impulse zum Schreiben einlädt. Es entsteht sofort eine inspirierte, konzentrierte und produktive Atmosphäre. Der Rahmen, den sie bietet – ob in einem Vortrag oder Workshop – sorgt dafür, dass die Gedanken fließen, Texte entstehen und innere Kritiker chancenlos werden. » Astrid Hochbahn, http://www.berufswegberatung.de/

« Bei den Schreibtreffs kann ich meine Gedanken zu meiner komplexen Arbeit gut auf den Punkt bringen. Dabei hilft mir der kreative Impuls zum Start, der meinen Blick auf das Projekt fokussiert und ich somit schneller ans Ziel komme. » Brigitte, http://www.brigitteborchers.de/

« Drei Abende zum beruflichen Schreiben haben meine Ideen und Herangehensweisen, um informative Texte zu verfassen, stark erweitert. Die Arbeit als mehrstufigen Schreibprozess zu begreifen und mich dabei jeweils auf unterschiedliche Perspektiven zu beschränken, habe ich in diesem Seminar als sehr hilfreich erlebt.
Mittlerweile merke ich, dass ich privat und beruflich deutlich freier schreiben kann. Neulich hing ich dann trotzdem an einem individuellen Problem fest: Toll, dass du mich beim Coaching-Café (30 Minuten) mit einem Schreibimpuls und strategischen Überlegungen unterstützt hast und ich mit Elan und tragender Idee weiterschreiben konnte. Gerne möchte ich noch weiter an diesem Prozess arbeiten, denn nicht nur das Ergebnis macht zufriedener, auch macht das Schreiben so einfach mehr Freude. » Gerti Kohlruss

« Danke für 3 Stunden KreativRAUM bei den Textmeilen: Gedanken schweifen lassen, ‚weniger müssen‘, Impulse finden, drauflosschreiben. Nicht zu vergessen: Friendly Feedback in der Kleingruppe - toll! :c) » Katrin Röntgen, Coaching & Prozessbegleitung, www.katrinroentgen.de

« Eva-Maria Lerche vom Schreibraum Münster war für mich eine hilfreiche Unterstützung.
Im Workshop „Webseite, Flyer, Blog & Co.“ habe ich mich wieder dem Schreiben annähern können, durch verschiedene Methoden fällt es mir heute wieder leichter die Gedanken in meinem Kopf in tatsächliche Ergebnisse zu verwandeln.
Für meine berufliche Webseite brauchte ich komplett neue Texte, und konnte sie somit einfacher zu Papier bringen.
Damit diese nicht nur inhaltlich passen, sondern auch in Form und Format professionell sind, hat mich Eva im Anschluss mit Lektorat und Korrektur unterstützt. Da sie auch Formulierungen hinterfragt hat, konnte ich mich immer konkreter und für andere verständlicher ausdrücken. Am Ende habe ich jetzt nicht nur neue, aussagefähige Inhalte, sondern habe diesen Prozess mit Freude statt Haare-Raufen erlebt.
Evas Leidenschaft und Professionalität für Texte, deren Entstehung und Optimierung gepaart mit ihrer wertschätzenden Art, machen es leicht, mit ihr zusammen zu arbeiten. Ich werde gerne ihre Unterstützung wieder in Anspruch nehmen. » Mareike Venherm - Agentur für Entfaltung - www.expandenda.de

« Der Schreibrausch ist für mich eine wunderbare Gelegenheit, am Jahresende schreibend erst zurück und dann nach vorne ins neue Jahr zu schauen. Inspirierende Schreibimpulse, schöne Atmosphäre, leckere Verpflegung – eine gelungene Mischung. Ich war zwei Mal dabei und freue mich schon auf das nächste Mal. » Kirsten

« Emotional, befreiend, inspirierend: Der Workshop „Kleine Chef*innenmorde und andere Unfälle“ war für mich eine besondere Art der Seelenhygiene. Meine schlechte Erfahrung, Hilflosigkeit und Wut habe ich schreibend hinter mir gelassen. » Kathrin

 

Ausgewählte Publikationen
  • Peer-Learning durch Mentoring, Coaching & Co. Aktuelle Wege in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Hrsg. gemeinsam mit Petra Westphal, Thea Stroot, Christoph Wiethoff. Immenhausen bei Kassel 2014.
  • Schreibdidaktische Elemente in Peer-Learning-Settings. Ein Praxisbericht, in: ebd., S. 137-145.
  • Studentische Forschungs- und Schreibgruppen, in: Christine Bischoff, Karoline Oehme-Jüngling, Walter Leimgruber (Hgg.): Methoden der Kulturanthropologie. Bern 2014, S. 504–519.
  • Lebenszeichen. Privatbriefe unterbürgerlicher Schichten aus den Akten des Landarmenhauses Benninghausen (1844–1891). Quellenedition, hrsg. gemeinsam mit Hildegard Stratmann. Münster 2012.
  • Alltag und Lebenswelt von heimatlosen Armen. Eine Mikrostudie über die Insassinnen und Insassen des westfälischen Landarmenhauses Benninghausen (1844–1891). Münster 2009.